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Abgeltungssteuer

Anleger müssen in Deutschland auf die Erträge ihrer Kapitalanlage (Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne) eine Abgeltungssteuer zahlen. Von den mit Investitionen in Fonds, Aktien oder Anleihen erzielten Gewinnen sind dabei 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an den Staat (bzw. die Kirche) abzuführen. Der Betrag wird automatisch durch die Bank eingezogen, so dass Anleger diese Einkünfte nicht mehr in ihren persönlichen Einkommensteuererklärungen angeben müssen. Anteile an Fonds, Aktien sowie Anleihen, die ein Anleger schon vor Januar 2009 erworben hat, sind von dieser Steuer befreit. Sie profitieren von einem sogenannten Bestandsschutz. 

AGB

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind vertragliche Klauseln, die von der Bank einseitig und für alle Kunden in gleicher Form in den Vertrag eingebracht werden und so wesentliche Teile des Vertragsinhalts gestalten.

Aktie

Aktien sind Wertpapiere und werden häufig an einer Börse gehandelt. Wer eine Aktie kauft, erwirbt einen Anteil an dem jeweiligen Unternehmen (Aktiengesellschaft). Der Inhaber einer Aktie (Aktionär) hat Anspruch auf einen Teil des Gewinns der Aktiengesellschaft, den er in der Regel in Form einer jährlichen Dividendenausschüttung erhält. Der Aktionär ist außerdem durch Börsenkursgewinne oder -verluste am Erfolg bzw. Misserfolg des Unternehmens beteiligt.

Aktives Fondsmanagement

Bei einem aktiven Fondsmanagement wird versucht, durch strategisch und taktisch orientierte Käufe und Verkäufe von Wertpapieren, den vorher festgelegten Vergleichsmaßstab, zum Beispiel einen Index wie den Deutschen Aktienindex (DAX), in der Wertentwicklung zu übertreffen.

Anlagebetrag

Als Anlagebetrag wird der Geldbetrag bezeichnet, den der Anleger investieren möchte. Dies kann eine einmalige Summe sein (Einmaleinlage) oder ein monatlicher Beitrag (Sparplan).

Anlageinstrument

Beispiele für Anlageinstrumente sind Aktien, Anleihen, Bankguthaben und Derivate.

Anlageklasse

Die Anlageinstrumente werden am Kapitalmarkt anhand bestimmter Kriterien in Anlageklassen eingeteilt (auch Assetklassen genannt). Unterschieden werden unter anderem Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe. 

Anleihe

Anleihen (auch Renten oder Bonds genannt) sind verzinsliche Schuldverschreibungen mit in der Regel fester Laufzeit. Ein Staat, ein Bundesland, eine Stadt oder ein Unternehmen können Anleihen herausgeben. Ein Anleger leiht dem Herausgeber der Anleihe (Emittent) einen bestimmten Geldbetrag. Im Gegenzug erhält der Anleger ein Wertpapier (Anleihe), das seinen Rückzahlungsanspruch am Ende einer fest mit dem Emittenten vereinbarten Laufzeit - zuzüglich eines ebenfalls im Vorfeld festgelegten Zinssatzes - verbrieft. Der Inhaber einer Anleihe ist im Gegensatz zum Inhaber einer Aktie also ein Fremdkapitalgeber. Die Höhe des Zinssatzes hängt vor allem von der Laufzeit und der Kreditwürdigkeit des Herausgebers ab. Die Kreditwürdigkeit wird oft von Ratingagenturen beurteilt. 

Anteilschein

Ein Anteilschein verbrieft als Wertpapier die Ansprüche eines Anlegers an einem Fondsvermögen. Der Wert eines Anteils (Anteilwert) wird aus dem Gesamtwert des Fondsvermögens und der Gesamtzahl der vorhandenen Anteile in der Regel börsentäglich berechnet.

Anteilwert

Der Anteilwert wird berechnet, indem der Gesamtwert des Fondsvermögens durch die Anzahl der ausgegebenen Anteilscheine dividiert wird.

Asset

Ein Asset ist ein Vermögensgegenstand, in den Anleger entweder direkt oder mittels Erwerb von Fondsanteilen Geld investieren können. Dabei kann es sich um verschiedene Wertpapiere und Finanzprodukte handeln, wie zum Beispiel Aktien, Anleihen oder Immobilien.

Asset Allokation

Asset Allokation bedeutet "Anlageaufteilung" und beschreibt die Aufteilung (Diversifikation) eines angelegten Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, wie beispielsweise Aktien, Anleihen oder Rohstoffe. Eine solche Aufteilung finden Sie auch in Ihrer Geldanlage bei MeinInvest.

Asset Management

Asset Management ist der englische Fachbegriff für Vermögensverwaltung (siehe Vermögensverwaltung).

Ausschüttender Fonds

Ausschüttende Fonds zahlen Erträge wie Zinsen und Dividenden in der Regel einmal pro Jahr an die Anleger. Sie sind das Gegenteil von thesaurierenden Fonds.

BaFin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht Banken, Finanzdienstleister, Versicherer sowie den Wertpapierhandel in Deutschland. Sie soll die Stabilität des Finanzsystems sicherstellen und sanktioniert Regelverstöße. Als selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts unterliegt sie der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums für Finanzen.

Benchmark

Eine Benchmark ist ein Vergleichsmaßstab. An ihr wird die Entwicklung eines Fonds gemessen. In der Regel handelt es sich dabei um einen Index, der die Marktentwicklung widerspiegelt. Es kann aber auch ein anderer Fonds oder ein sonstiger Vermögenswert sein. Die Benchmark eines Fonds für deutsche Aktien ist in der Regel der DAX. Ein US-Aktienfonds wird hingegen in der Regel am S&P 500 oder am Dow Jones gemessen. Ein Aktienfonds, der in die großen Unternehmen der Eurozone investiert, vergleicht sich häufig mit dem EuroStoxx50.

Bonität

Zahlungsfähigkeit, Zahlungswillen und andere positiv zu wertende Eigenschaften eines Schuldners, die auf seine Kreditwürdigkeit schließen lassen.

Börse

Der Begriff „Börse“ umfasst zum einen den Börsenplatz, also den Ort der Börse und zum anderen die Börse als organisierten Markt, der u.a. dem Handel mit Wertpapieren dient. Teilweise sind Wertpapiere nur an einzelnen Börsenplätzen handelbar. In Deutschland gibt es zurzeit acht Börsenplätze: Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Stuttgart, Hannover, Hamburg und München.

Bruttorendite

Die Bruttorendite ist die Wertentwicklung einer Geldanlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Steuern, Kosten und Inflationsausgleich wurden hier allerdings noch nicht abgezogen (im Unterschied zur Nettorendite).  

Commodities

Commodities ist der englische Begriff für Rohstoffe und Wirtschaftsgüter. Er erfasst damit zum Beispiel Energie, Metalle oder Agrar- und Fleischprodukte.

Cost-Average-Effekt

Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) führt dazu, dass bei der regelmäßigen Investition eines gleichbleibenden Betrags (monatliche Sparrate) in einen Fonds oder ein Wertpapier, die Gesamtinvestition im Durchschnitt günstiger ist als der durchschnittliche Kurs des Wertpapiers. Der Anleger profitiert von schwankenden Kursen, da er bei niedrigen Preisen relativ viele und bei hohen Preisen nur wenige Fondsanteile oder Wertpapiere kauft. Ob dieser Effekt auch zu höheren Gewinnen der Investition führt, ist in der Wissenschaft allerdings umstritten.

DAX

Abkürzung für Deutscher Aktienindex. Er setzt sich aus den 30 umsatzstärksten deutschen Aktien (Blue Chips) zusammen und gilt als Indikator für die Kursentwicklung des gesamten deutschen Aktienmarktes. Der DAX wird als Kurs- und Performanceindex berechnet, wobei unter der Kurzbezeichnung DAX der Performanceindex verstanden wird.

Depot

Ein Depot ist ein Konto, in dem Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder Fondsanteile verwahrt werden und über das Geschäfte mit diesen Wertpapieren abgewickelt werden. Es werden dort auch Zu- und Abgänge verbucht. Das Depot wird von einer Bank verwaltet, die sich darum kümmert, dass Geld aus Verkäufen oder Ausschüttungen einem Girokonto des Anlegers gutgeschrieben oder wieder angelegt wird. Der Anleger erhält regelmäßig Abrechnungen über sämtliche Buchungen und einen Depotauszug.

Derivat

Bei einem Derivat handelt es sich um ein Termingeschäft in Bezug auf bestimmte Basiswerte (sogenannte Underlyings). Derivate dienen dem Transfer von Risiken. Ihre Preise richten sich nach den Kursschwankungen oder Preiserwartungen anderer Investments. Sie sind so konstruiert, dass sie die Preisschwankungen der anderen Finanzprodukte überproportional nachvollziehen. Daher lassen sich Derivate sowohl zur Absicherung von Investments als auch zur Spekulation auf Wertveränderungen des Basiswerts nutzen. Zu den bekanntesten Arten von Derivaten zählen Optionen, Futures, Zertifikate und Swaps. Durch die überproportional stärkere Entwicklung der Derivate im Vergleich zu ihrem jeweiligen Basiswert, unterliegen sie jedoch auch einem starken Verlustrisiko.

Diversifikation

Als Diversifikation wird die Verteilung (Streuung) von Geldanlagen auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe bezeichnet. Ziel ist es, ein Portfolio mit einer möglichst hohen Rendite bei gleichzeitig möglichst geringem Risiko zu erhalten.

Dividende

Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre oder eine Genossenschaft an ihre Mitglieder ausschüttet. Die Höhe dieser Beteiligungen am Unternehmensgewinn variiert und wird auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft bzw. Genossenschaft bekanntgegeben.

Dividendenrendite

Die Dividendenrendite ist eine Kennzahl, die zur Bewertung von Aktien dient. Sie ergibt sich, wenn die Dividende ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs gesetzt wird.

Emerging Markets (Schwellenländer)

Emerging Markets sind aufstrebende Märkte. Diese Schwellenländer sind Staaten, die den Stand von Entwicklungsländern verlassen haben und sich auf der Schwelle zur Entwicklung in bedeutsame Industrienationen befinden. Die größten Schwellenländer sind die sogenannten "BRIC-Staaten" (Brasilien, Russland, Indien, China). Weitere Emerging Markets sind unter anderem Südafrika, Singapur, Ukraine oder Venezuela.

Emission

Die Emission ist die Ausgabe von Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen.

Emittent

Ein Emittent ist der Herausgeber von Wertpapieren wie beispielsweise Aktien oder Anleihen.

Emittentenrisiko

Mit Emittentenrisiko ist die Gefahr einer Bonitätsverschlechterung oder gar des Ausfalls eines Emittenten gemeint. Im Falle von Anleihen (Schuldverschreibungen) kann das zu einem teilweisen oder vollständigen Ausfall von Zinszahlungen und/oder der Rückzahlung des Anlagekapitals führen.

Ertrag

Im betriebswirtschaftlichen Sinn bezeichnet der Ertrag den Wertzuwachs, den ein Unternehmen in einer bestimmten Periode erzielt. Es wird zwischen betriebsbedingten Erträgen (Betriebsertrag) und nichtbetrieblichen Erträgen (neutrale Erträge) unterschieden. Der Betriebsertrag ist die Summe der Nettoerträge, die den Kunden für Produkte und Dienstleistungen in Rechnung gestellt werden. Zu den neutralen Erträgen werden betriebsfremde Erträge wie Mieteinnahmen, periodenfremde Erträge wie Steuererstattungen und außerordentliche Erträge gezählt.

Festverzinsliches Wertpapier

Der Begriff „(fest-)verzinsliches Wertpapier“ ist ein Oberbegriff für verschiedene Formen von zinstragenden oder zinsbringenden Wertpapieren, die den Zweck der Fremdfinanzierung beziehungsweise Kapitalanlage erfüllen sollen. Zu den (fest-)verzinslichen Wertpapieren gehören zum Beispiel Schuldverschreibungen, Anleihen oder Pfandbriefe.

Finanzportfolioverwaltung

Siehe Vermögensverwaltung.

Floater (Floating Rate Note)

Ein Floater ist eine Anleihe mit variabler Verzinsung. Sie ist an einen Referenzzinssatz gekoppelt. Der Herausgeber dieser Anleihe (Emittent) zahlt nach einer bestimmten Laufzeit die Zinsen aus. Zur gleichen Zeit gibt er den Zinssatz für die neue Laufzeitperiode bekannt. Dabei orientiert er sich an einem Referenzzinssatz am Geldmarkt. Häufige Referenzzinssätze sind der Euro-Interbankenzinssatz EURIBOR (European Interbank Offered Rate) oder der Londoner LIBOR (London Interbank Offered Rate). Zu diesen Zinssätzen erklären sich die Banken der Europäischen Währungsunion (EWU) oder Banken aus London bereit, kurzfristig Geld bei anderen Banken anzulegen. Floater sind vor allem bei steigenden Leitzinsen der Zentralbanken beliebt.

Fonds

Kurzbezeichnung für das von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft verwaltete Sondervermögen, das in Wertpapieren oder Immobilien angelegt ist.

Fondsanteil

Fondsanteile sind Ansprüche beziehungsweise Rechte des Anteilinhabers (Anlegers) bezüglich eines Teils des Fondsvermögens. Sie werden in Anteilscheinen verbrieft (siehe Anteilschein). Der Wert eines Anteils wird aus dem Gesamtwert des Fondsvermögens und den vorhandenen Anteilen in der Regel börsentäglich berechnet.

Fondsertrag

Die Erträge eines Fonds sind – je nach Anlageschwerpunkt – die vereinnahmten Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen. Sie sind als „Einkünfte aus Kapitalvermögen“ zu versteuern – unabhängig davon, ob sie ausgeschüttet oder thesauriert werden.

Fondsgesellschaft

Eine Fondsgesellschaft ist ein Unternehmen, das Investmentfonds auflegt und verwaltet. Sie unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und benötigt zur Aufnahme des Geschäftsbetriebes sowie zur Neuauflage eines Fonds eine Genehmigung seitens dieser Behörde (siehe auch Investmentgesellschaft und Kapitalverwaltungsgesellschaft).

Fondsmanager

Fondsmanager sind professionelle Vermögensverwalter, die in der Regel als Angestellte von Kapitalverwaltungsgesellschaften das in Geldmarkt-, Renten-, Aktien-, Immobilien-, Misch- oder Dachfonds investierte Vermögen der Anleger mit dem Ziel der Erwirtschaftung eines Mehrwerts verwalten.

Fondsvermögen

Das Fondsvermögen umfasst den Gesamtwert aller Vermögensgegenstände, die zum Sondervermögen eines Fonds gehören. Das Fondsvermögen eines Wertpapierfonds besteht zum Beispiel aus Aktien und/oder festverzinslichen Wertpapieren, einer Barreserve sowie sonstigen Vermögenswerten (beispielsweise Optionsrechten). Die stichtagsbezogene genaue Zusammensetzung kann den Rechenschafts- beziehungsweise Halbjahresberichten entnommen werden.

Freistellungsauftrag

Mit einem Freistellungsauftrag können sich Anleger von Steuern auf jährliche Erträge (Zinsen, Dividenden) sowie auf bei der Veräußerung eines Wertpapiers realisierte Gewinne befreien lassen. Den Freistellungsauftrag erteilen Anleger ihrer Bank oder Kapitalverwaltungsgesellschaft. Dabei gilt für Alleinstehende ein Satz von 801 Euro und für Ehepaare von 1.602 Euro.

Geldmarktfonds

Ein Geldmarktfonds investiert seine Mittel ausschließlich oder überwiegend in Geldmarktinstrumente. Hierzu zählen Termingelder, Schuldscheindarlehen und Anleihen mit einer kurzen Restlaufzeit von unter 12 Monaten. Wertpapiere mit einer längeren Restlaufzeit können in der Regel nur dann erworben werden, wenn die Zinsanpassung mindestens jährlich erfolgt. Geldmarktfonds eignen sich für die rentable Anlage von kurzfristiger Liquidität, aber auch als konservative Anlageform für risikoscheue Anleger.

Genossenschaftlicher Finanzverbund

Abgekürzt GenoVerbund, ist der Verbund aller Genossenschaftsbanken (Volksbanken, Raiffeisenbanken, Sparda-Banken etc.) und ihrer Verbundunternehmen in Deutschland.

Geschlossener Fonds

Geschlossene Fonds sind in der Regel unternehmerische Beteiligungen, bei denen der Anleger Mitunternehmer wird. Der Fonds sammelt für einen bestimmten Investitionszweck oder ein bestimmtes Investitionsgut Geld ein. Ist die erwünschte Höhe der Geldanlage erreicht, wird der Fonds geschlossen, so dass keine weiteren Investoren (Miteigentümer) mehr aufgenommen werden. Die Beteiligungsdauer beträgt meist sieben und mehr Jahre, wobei ein Verkauf der Beteiligung für die Anleger in der Regel nicht möglich ist. Typische Investitionsgüter geschlossener Fonds sind zum Beispiel Immobilien, Schiffe (Schiffsfonds), Windkraftanlagen, Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen, Venture Capital/Private Equity oder Filme (Medienfonds).

Handelszeiten

Zeiten, zu denen an deutschen Börsenplätzen und im elektronischen Handelssystem XETRA gehandelt wird. Sie liegen montags bis freitags auf XETRA zwischen 9.00 Uhr und 17.30 Uhr und an den anderen deutschen Börsenplätzen zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr. Je nach Art des Wertpapiers (zum Beispiel für Anleihen) können die genannten Handelszeiten abweichen.

Hauptversammlung

Versammlung der Aktionäre und Organe einer Aktiengesellschaft. Jeder Aktionär einer AG hat das Recht zur Teilnahme an der Hauptversammlung (HV), das Rederecht und das Recht zur Stimmabgabe (Ausnahme: stimmrechtlose Vorzugsaktien besitzen kein Recht zur Stimmabgabe). Die HV wird durch den Vorstand mit einer Frist von mindestens einem Monat einberufen. Alle Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sollen an der HV teilnehmen. Die Hauptversammlung findet regelmäßig jährlich statt ("ordentliche Hauptversammlung"). In dringenden Fällen kann eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden. Auf der HV werden der Aufsichtsrat und der Vorstand entlastet, wird über die Gewinnverwendung abgestimmt, der Abschlussprüfer bestellt und über wichtige unternehmenspolitische Fragen entschieden (Übernahmen, Kapitalerhöhungen, etc.).

High-Yield-Fonds

High-Yield-Fonds investieren in High-Yield-Anleihen (auch Hochzinsanleihen genannt). Diese Anleihen haben eine eher schlechte Kreditqualität. Von Ratingagenturen werden sie mit BB+ oder niedriger bewertet. Sie bieten höhere Renditen als Anleihen mit einem besseren Rating (daher der Name Hochzinsanleihen), aber gleichzeitig auch ein höheres Risiko. Umgangssprachlich werden sie auch als Junk-Bonds, Ramsch- oder Schrott-Anleihen bezeichnet.

Index

Ein Index ist ein Marktbarometer. Es stellt die Entwicklung der in ihm enthaltenen Werte (z.B. Aktien) über einen bestimmten Zeitraum dar. So zeigt ein Aktienindex die Entwicklung einer bestimmten Gruppe von Aktien. Der Deutsche Aktienindex DAX beispielsweise stellt die 30 größten deutschen Unternehmen dar.

Indexfonds

Der Indexfonds ist ein Investmentfonds, der einen bestimmten repräsentativen Index möglichst genau nachbildet. Dies kann er erreichen, indem er in Wertpapiere des ihm zugrunde liegenden Index investiert - und zwar im selben Verhältnis, wie diese im Index gewichtet sind. Manche Indexfonds nutzen auch Derivate (sogenannte Swaps), um den Index synthetisch nachzubilden.

Inflation

Unter Inflation versteht man den anhaltenden Anstieg des Preisniveaus beziehungsweise den Verlust der Kaufkraft des Geldes. Das gebräuchliche Maß für die Entwicklung der Kaufkraft des Geldes ist die Veränderung der Verbraucherpreise. Die hierfür verwendeten Indizes basieren auf Warenkörben, die das Verhalten repräsentativer Konsumenten widerspiegeln. Geldentwertung wird gemessen, indem man den Preis eines Warenkorbes zum Betrachtungszeitpunkt ins Verhältnis setzt zu dessen Preis zu einem Vergleichszeitpunkt. Preisniveaustabilität wird heutzutage üblicherweise mit einem Anstieg der Verbraucherpreise zwischen null und zwei Prozent gleichgesetzt.

Investmentfonds

In einem Investmentfonds bündelt eine Fondsgesellschaft (siehe auch Kapitalverwaltungsgesellschaft / Investmentgesellschaft) Gelder der Anleger (Investoren) und verwaltet diese. Die Anleger erwerben Anteile des Fonds (siehe auch Fondsanteile) und legen hierdurch ihr Vermögen im Fonds an. Bei einem aktiv verwalteten Investmentfonds verfolgt ein Fondsmanager eine bestimmte Strategie, mit deren Hilfe er entscheidet, in welche Vermögenswerte das Anlegergeld investiert wird. Er kann es beispielsweise in Aktien (Aktienfonds),  festverzinsliche Wertpapiere (Anleihe-/Rentenfonds) oder Rohstoffe (Rohstofffonds) anlegen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, verschiedene Anlageklassen zu mischen (Mischfonds). Investmentfonds sind (meist) Sondervermögen, weshalb das Geld der Anleger vor einer Insolvenz der Kapitalverwaltungsgesellschaft geschützt ist.

Investmentgesellschaft

Investmentgesellschaften sind Unternehmen, deren Geschäftszweck es ist, Investmentfonds zu verwalten (siehe auch Fondsgesellschaft und Kapitalverwaltungsgesellschaft).

ISIN

Die International Securities Identification Number (ISIN) dient der eindeutigen internationalen Identifikation von Wertpapieren. Sie ist zwölfstellig und besteht aus einem zweistelligen Ländercode (z.B. DE für Deutschland, LU für Luxemburg), gefolgt von einer neunstelligen nationalen Kennnummer und endet mit einer einstelligen Prüfziffer. Sie wird parallel zur sechsstelligen Wertpapierkennnummer (WKN) verwendet.

Kapitalverwaltungsgesellschaft

Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVG) sind Unternehmen, deren Geschäftsbetrieb darauf ausgerichtet ist, Investmentvermögen zu verwalten (siehe auch Fondsgesellschaft und Investmentgesellschaft).

Kapitalertrag

Als Kapitalerträge werden Erträge aus Zinsen, Dividenden oder Kurssteigerungen bezeichnet. Diese sind steuerpflichtig und unterliegen der sogenannten Abgeltungssteuer.

KGV

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine wichtige Kennzahl zur Bewertung von Aktien. Es lässt sich berechnen, indem man den aktuellen Börsenkurs einer Aktie durch den Gewinn je Aktie des entsprechenden Unternehmens teilt. Das KGV spielt bei der Aktienanalyse eine große Rolle, z.B. um zu erkennen, ob eine Aktie eher günstig oder teuer ist. Es zeigt, wie oft der Gewinn im aktuellen Kurs der Aktie enthalten ist, bzw. nach wie vielen Jahren der Gewinn den Preis der Aktie bezahlt hat. Dies gilt jedoch nur, solange ein Unternehmen keine Verluste macht. Dann wäre das KGV negativ und der Gewinn könnte die Aktie nie bezahlen. Beispiel: Der Kurs einer Aktie liegt bei 40 Euro und der Gewinn je Aktie betrug im vergangenen Geschäftsjahr 4 Euro. Daraus ergibt sich ein KGV von zehn. Würde diese Aktie jedes Jahr konstant einen Gewinn von 4 Euro erwirtschaften, wäre der Preis von 40 Euro nach zehn Jahren bezahlt. Steigt der Gewinn, so verkürzt sich dieser Zeitraum. 

Konjunktur

Die Konjunktur bezeichnet die gesamtwirtschaftliche Situation einer Volkswirtschaft. Die wirtschaftliche Aktivität wird anhand verschiedener Größen gemessen: Bruttoinlandsprodukt, Beschäftigung, Produktion, Preisentwicklung, Auftragseingang.

Konjunkturrisiko

Kursverluste infolge von Konjunkturschwankungen können entstehen, wenn die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung nicht oder nicht zutreffend eingeschätzt wird und dadurch zum falschen Zeitpunkt eine Wertpapieranlage getätigt oder Wertpapiere in einer ungünstigen Konjunkturphase gehalten werden.

Korrelation

Allgemein bezeichnet der Begriff Korrelation die Wechselbeziehung zwischen mehreren Komponenten. Bei Investitionen ist damit vor allem gemeint, wie sich ein Wertpapier an den Bewegungen eines Vergleichsmaßstabes (Benchmark) orientiert. Die Korrelation kann Werte zwischen -1 und 1 annehmen. Eine Korrelation von -1 bedeutet ein komplett entgegengesetztes Verhalten, ein Wert von 1 ein komplett übereinstimmendes Verhalten.

Kurs

Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren, Devisen, Münzen oder Waren.

Kursschwankungen

Kursschwankungen beziehen sich in der Regel auf die sich im Laufe eines Handelstages ändernden Kurse von Wertpapieren, die an einer Börse gehandelt werden. Da sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage laufend ändert, schwanken die Kurse. 

Lagebericht

Aktiengesellschaften sind nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) zum Erstellen eines Lageberichtes verpflichtet. Er gibt nähere Auskunft über die laufende Geschäftstätigkeit und -entwicklung des Unternehmens. Dieser wird im  Rahmen des Jahresabschlusses erstellt.

Liquidität

Allgemein beschreibt Liquidität die Möglichkeit, ein Wirtschaftsgut schnell gegen ein anderes zu tauschen. Im Investmentbereich bedeutet es, dass Anleger jederzeit Fondsanteile oder andere Wertpapiere verkaufen können und das Geld dafür erhalten. Je liquider ein Markt ist, desto einfacher ist dies möglich. Investitionen in weniger liquide Märkte bergen das Risiko, dass Anleger ihr Geld nicht direkt zurückerhalten, obwohl sie es gerne möchten.

Nennwert

Der Nennwert (auch Nominalwert genannt) gibt bei einer Aktie den Wert an, mit dem die Aktie am Grundkapital eines Unternehmens beteiligt ist. Bei festverzinslichen Wertpapieren ist der Nennwert der Wert, der am Ende der Laufzeit an den Anleger ausgezahlt wird.

Nettorendite

Die Nettorendite bezeichnet die Wertentwicklung einer Geldanlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums – allerdings im Gegensatz zur Bruttorendite nach Abzug von Steuern, Kosten und Inflationsausgleich.

Order

Eine Order ist ein Börsenauftrag, der einen Kauf/Verkauf zum Gegenstand haben kann. Der Käufer kann im Rahmen der Order die Menge der Wertpapiere, aber auch Preisgrenzen (Limits) oder Börsenplatz und Gültigkeit der Order angeben.

Passives Fondsmanagement (ETF)

Bei passiv verwalteten (gemanagten) Fonds (ETFs) konzentriert sich das Management darauf, die Entwicklung des Fondsvermögens möglichst exakt an die vorgegebene Benchmark, bei der es sich in der Regel um einen Index handelt, zu koppeln. Anlageentscheidungen werden bei passiv verwalteten Fonds im Wesentlichen durch Veränderungen der Benchmark bestimmt.

Pfandbrief

Bei Pfandbriefen handelt es sich um eine Form von Schuldverschreibungen, die von einer Pfandbriefbank ausgegeben werden. Pfandbriefe werden meist an der Börse gehandelt.

Portfolio

Ursprünglich bedeutet Portfolio „Sammelmappe“ oder auch „Brieftasche“. Im Zusammenhang mit der Finanzanlage bezeichnet das Portfolio die Gesamtheit der Geldanlagen eines Anlegers. Es kann aus verschiedenen Anlageklassen und Anlagesummen bestehen. Hat ein Anleger mehrere Wertpapierdepots bei ein oder mehreren Banken, bilden diese zusammen sein Portfolio. Bei MeinInvest bestehen die Portfolios aus verschiedenen Fonds, mit denen das Geld der Anleger auf unterschiedliche Anlageklassen verteilt wird.

Portfoliostruktur

Die Portfoliostruktur beschreibt die Aufteilung des jeweiligen Portfolios nach Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Derivate, Immobilien, Rohstoffe, etc.).

Provision

Als Provision wird die Vergütung für die Vermittlung eines Geschäfts bezeichnet. Im Finanzbereich erhält der Finanzanlagevermittler beispielsweise häufig von der Fondsgesellschaft, deren Fonds er an seinen Kunden vermittelt, eine Provision.

Rating

Wer Geld verleiht, möchte die Gewissheit haben, es auch wieder zurückzubekommen. Dabei helfen sogenannte Ratings, also Bewertungen von Unternehmen und Ländern. Spezielle unabhängige Ratingagenturen liefern dafür regelmäßige Einschätzungen zur Kreditwürdigkeit. Diese erfolgen nach einheitlichen Kriterien und statistischen Verfahren. Die Bewertungscodes reichen von AAA bis zu C beziehungsweise D, wobei Ersterer für eine sehr hohe Bonität steht und Letzterer für eine sehr hohe Ausfallwahrscheinlichkeit.

Rebalancing

Rebalancing beschreibt die Umschichtung einer Geldanlage zur Wiederherstellung der ursprünglich gewählten Portfoliozusammensetzung. Die Wertentwicklung einzelner Wertpapiere kann dazu führen, dass das Portfolio über die Zeit hinweg ein anderes Risikoprofil aufweist als zu Beginn des Investments. Durch Rebalancing wird das Portfolio wieder an die ursprüngliche Risikoausrichtung angepasst. Hierzu ein Beispiel: Ein Portfolio besteht zu Beginn der Anlage zu 50 Prozent aus Aktien- und zu 50 Prozent aus Anleihenfonds. Die Anlageklassen entwickeln sich im Laufe der Zeit unterschiedlich – die Aktienkurse steigen stark an, während die Anleihen an Wert verlieren. Dadurch ändert sich das Verhältnis auf 70 Prozent Aktienfonds zu 30 Prozent Anleihenfonds. Hieraus folgend hat sich das Risiko der Geldanlage erhöht und entspricht nicht mehr dem ursprünglich festgelegten Risikoprofil. Beim Rebalancing würden in diesem Beispiel Aktienfonds anteilig verkauft und Anleihenfonds anteilig gekauft werden. Ziel ist es, das Portfolio wieder aus 50 Prozent Aktien- und 50 Prozent Anleihenfonds bestehen zu lassen.

Rendite

Die Rendite ist die Wertentwicklung einer Geldanlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sie gibt das Verhältnis der Auszahlungen zu den Einzahlungen einer Geld- beziehungsweise Kapitalanlage an und wird meist jährlich und in Prozent angegeben.

Rentabilität

Unter Rentabilität versteht man das Verhältnis einer Erfolgsgröße (zum Beispiel Gewinn) zum eingesetzten Kapital. Die Rentabilität ist eine wichtige Kennzahl für den Erfolg eines Unternehmens und wird in der Regel als Prozentsatz angegeben. In Abhängigkeit von der Bezugsgröße sind verschiedene Arten der Rentabilität zu unterscheiden: Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität, Return on Investment, Fremdkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität.

Risiko

Der Begriff Risiko (griechisch für Klippe, Gefahr) wird in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen unterschiedlich definiert. Allen Disziplinen gemeinsam ist jedoch die Definition des Risikos als die Beschreibung eines Ereignisses mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen. Andere Definitionen sehen bei risikobehafteten Handlungen auch die Möglichkeit einer positiven Auswirkung, die meistens als Chance bezeichnet wird. Trotz umfangreicher Vorschriften zur Risikoverteilung unterliegt auch eine Anlage in Wertpapierfonds verschiedenen Risiken. Das Kursrisiko der Fonds ergibt sich aus den einzelnen Kursrisiken der für die Fonds erworbenen Wertpapiere. Die Anteilpreise der Fonds schwanken dadurch in Abhängigkeit vom Anlagegrundsatz mehr oder weniger deutlich. Ausnahme bilden hier Fonds, die ausschließlich in nicht kursnotierte Anlageformen investieren. Weitere Risiken bei der Geldanlage sind das Inflationsrisiko, das Konjunkturrisiko, das Länderrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Währungsrisiko und nicht zuletzt das psychologische Marktrisiko.

Risikoprofil/-ausrichtung

Das Risikoprofil gibt an, wie sicherheitsorientiert beziehungsweise risikofreudig eine Kapitalanlage ist. Anleger sollten sich für eine Kapitalanlage mit einem Risikoprofil entscheiden, welches zu der eigenen Risikobereitschaft passt. 

Risikoverteilung

Eine Risikoverteilung (auch Diversifikation genannt) beschreibt die Streuung der Kapitalanlage zum Zweck der Absicherung gegen Verlustrisiken. Durch zum Beispiel eine breite geografische, währungs-, branchenbezogene und betriebliche Verteilung der einzelnen Anlagen kann so ein Risikoausgleich angestrebt werden.

Rückgabepreis

Der Rückgabepreis (auch Rücknahmepreis genannt) ist der Preis, den der Anleger bei der Rückgabe seiner Fondsanteile erhält.

Rücknahmegebühr

Als Rücknahmegebühr (auch Rücknahmeabschlag genannt) wird die Differenz zwischen Anteilwert und Rücknahmepreis bezeichnet. Bei einigen Fonds (speziell Garantiefonds) ist der Rücknahmepreis während der Laufzeit geringer als der Anteilwert. Die Rücknahmegebühr wird in den Produktinformationen ausgewiesen.

Sondervermögen

Investmentfonds können in Form von Sondervermögen aufgelegt werden. Dabei werden die Vermögensgegenstände des Sondervermögens (Fondsvermögen) von der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) für die Anleger verwaltet. Das Sondervermögen zählt rechtlich nicht zum Vermögen der KVG. Damit sind Anleger im Fall von Zahlungsschwierigkeiten oder im Fall der Insolvenz der KVG vor Verlusten geschützt.

Sparplan

Bei einem Sparplan investiert ein Anleger automatisch monatlich einen bestimmten Betrag. In der Regel handelt es sich um einen kleineren Geldbetrag, den der Anleger für die Zukunft gewinnbringend zurücklegen möchte. 

Spread

Ein Spread ist die Handelsspanne von börsennotierten Wertpapieren, die sich aus dem Unterschied zwischen dem An- und Verkaufskurs ergibt. Ein geringer Spread ist ein Zeichen für eine hohe Liquidität.

Steuer-ID

Seit 2011 hat jeder deutsche Staatsbürger eine 11-stellige Steuer-Identifikationsnummer – auch Steuer-ID genannt. Diese wurde in einem Schreiben von dem jeweils zuständigen Finanzamt allen Bundesbürgern mitgeteilt. Sie ist ein Leben lang gültig. Die Steuer-ID ist auch auf Lohnsteuerbescheinigungen oder Einkommensteuerbescheiden zu finden.

Stückzinsen

Stückzinsen werden berechnet, wenn eine Anleihe zwischen zwei Zahlungsterminen verkauft wird. Sie sind neben dem Kurswert Bestandteil des zu zahlenden Preises, weshalb der Käufer dem Verkäufer der Anleihe diese Zinsen zahlen muss. Schließlich erwirbt er für den seit der letzten Zinszahlung vergangenen Zeitraum den Anspruch des Verkäufers auf die Zinsen und erhält beim nächsten Zinstermin die volle Zinszahlung vom Emittenten der Anleihe. 

Swap

Swaps gehören zur Gruppe der Derivate. Mit ihnen können Zahlungsströme nahezu beliebiger Natur zwischen zwei Vertragspartnern getauscht werden. Dadurch lassen sich gezielt die Risiken eines Portfolios optimieren. Swaps können liquider und besser handelbar sein als der ihnen zugrunde liegende Basiswert. Da Swaps unter den sogenannten außerbörslichen Handel fallen, stehen sie nicht unter gesetzlicher Aufsicht und sind als riskant einzustufen.

Thesaurierender Fonds

Bei thesaurierenden Fonds werden die Erträge nicht an die Anteilseigner ausgeschüttet, sondern direkt im Fondsvermögen wieder angelegt. Dadurch entsteht ein wachstumsfördernder Zinseszinseffekt.

Transaktion

Wenn man in der Wirtschaft von einer Transaktion spricht, meint man eine gegenseitige Übertragung von Gütern und Dienstleistungen.

Transaktionskosten

Transaktionskosten sind die Kosten, die eine Transaktion verursacht. Auch im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf von Wertpapieren fallen Transaktionskosten an und werden an die depotführende Bank gezahlt. Die Höhe dieser Kosten kann unterschiedlich ausfallen. 

Union Investment Service Bank AG (USB)

Die USB ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Union Asset Management Holding AG und gehört damit zur Union Investment Gruppe. Die USB führt Depotkonten für Anleger und verwahrt in diesen Depots Fondsanteile für die Anleger. Auch für MeinInvest fungiert die USB als depotführende Bank.

Unternehmensanleihe

Unternehmensanleihen sind Anleihen von deutschen oder internationalen Unternehmen. Sie werden auch "Corporates" genannt.

Value at Risk (VaR)

Value at Risk (VaR) − auf Deutsch „Wert im Risiko“ − ist eine Kennzahl, die das Maß des Risikos in einem Wertpapierportfolio beschreibt. Der Value at Risk gibt an, welche Höhe der Verlust innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums mit einer ebenfalls vorgegebenen Wahrscheinlichkeit nicht überschreitet.

Vermögensverwaltung

Die Vermögensverwaltung (auch Finanzportfolioverwaltung oder Asset Management genannt) meint die Verwaltung von in Finanzinstrumenten (beispielsweise Fonds) angelegtem Kundenvermögen mit Entscheidungsspielraum des Vermögensverwalters. Der Vermögensverwalter hat also die Möglichkeit, Anlageentscheidungen in eigenem Ermessen für den Anleger zu treffen und durchzuführen.

Verwaltungsgebühr

Für die Verwaltung von Fonds durch Kapitalverwaltungsgesellschaften fallen in der Regel Verwaltungsgebühren an. Damit werden unter anderem die Kosten für die Leistungen des Fondsmanagements, die technischen Abwicklungen sowie Organisatorisches abgedeckt.

Volatilität

Die Volatilität ist das Maß der Schwankung eines Wertpapiers (wie z.B. einer Aktie, eines Fonds oder eines Index). Sie zeigt die Wertschwankungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums an. Die Volatilität ist umso höher, je stärker und häufiger Wertschwankungen auftreten. Aus diesem Grund kann sie auch als Risikomaß verwendet werden.

Wertentwicklung

Der Erfolg einer Vermögensanlage wird an der Wertentwicklung gemessen. Im Fall der Vermögensanlage mit Investmentfonds wird als Basis für die Wertberechnung die Veränderung der Anteilwerte (= Rücknahmepreise) unter Hinzurechnung zwischenzeitlicher Ausschüttungen herangezogen.

Wertpapier

Ein Wertpapier ist eine Urkunde, die ein bestimmtes Vermögensrecht verbrieft. Wertpapiere sind beispielsweise Aktien oder Anleihen. 

Zerobond

Ein Zerobond (auch Nullkuponanleihe genannt) ist eine Sonderform der Anleihe, für die keine laufenden Zinsen gezahlt werden. Die Verzinsung eines Zerobonds ergibt sich durch den Unterschied zwischen niedrigem Ausgabekurs und höherem Rückzahlungskurs. Die Zinsen werden während der Laufzeit angesammelt und am Ende der Laufzeit zusammen mit dem Nominalwert an den Anleger ausgezahlt.

Zertifikat

Bei Zertifikaten handelt es sich um Schuldverschreibungen eines Emittenten. Generell wird zwischen zwei Gruppen unterschieden: Partizipationszertifikate und Zertifikate mit definiertem Rückzahlungsprofil. Ersteren liegt ein Basiswert wie ein Index oder einzelne Wertpapiere zugrunde. Der Wert des Zertifikats hängt von der Wertentwicklung des Basiswertes ab. Die Zins- und Rückzahlung eines Zertifikats mit definiertem Rückzahlungsprofil sind an bestimmte komplexe Bedingungen geknüpft. 

Zinseszinseffekt

Wenn von einem Fonds ausgeschüttete Erträge direkt wieder im Fondsvermögen angelegt werden, erhöht sich der Anlagebetrag und dadurch wiederum der Gesamtertrag der Anlage. Über einen längeren Zeitraum betrachtet ergibt sich so ein größerer Wertzuwachs des eingesetzten Kapitals als bei der regelmäßigen Entnahme der Erträge.